Theodor Wolff Preis für sechs Journalisten

Theodor Wolff Preis für sechs Journalisten

Theodor Wolff Preis für sechs Journalisten

Der Presseball Berlin gratuliert den sechs Journalisten für den Theodor Wolff Preis.

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor Wolff Preis ist die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu vergeben hat. Sie wird vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger ausgeschrieben und erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.  An der Ausschreibung hatten sich 400 Journalistinnen und Journalisten beteiligt.

Theodor Wolff gehörte damals zu den renommiertesten Ballbeobachtern und -kritikern der ersten Stunde vom Berliner Presseball. Er reportierte vielmals für das Berliner Tageblatt über den Presseball.

„Wer eine große Zeitung leitet, muss immer auf der Suche nach neuen Talenten, neuen Persönlichkeiten sein. Die Entdeckerfreude ist vielleicht die beste Freude, die er sich schaffen kann, und sie ist doppelt kostbar wegen ihrer Seltenheit.“ Theodor Wolff, 1926

Wie wenige hat Wolff eine journalistische Kultur geprägt, die heute mehr denn je Vorbild und Maßstab ist für Journalisten und ihre Verleger.

Die mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Sparte „Lokales“ erhielt Karsten Krogmann und Marco Seng für ihren Beitrag „Warum stoppte niemand Niels Högel?“ (Nordwest-Zeitung, Oldenburg/NWZonline.de). Die beiden Autoren berichten darin über einen Krankenpfleger, der über Jahre unentdeckt bis zu 200 ihm anvertraute, schwer kranke Patienten ermordete.

Die ebenfalls mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Sparte „Meinung“ ging an: Heinrich Wefing, der in seinem Beitrag „Darf’s auch etwas mehr sein?“ – erschienen in „Die Zeit“, Hamburg – für einen starken Staat plädiert.

Preisträger in der Sparte „Reportage“ (6.000 Euro) ist Tobias Haberl mit seinem in einer Langzeitbeobachtung entstandenen, nüchternen Porträt des einzigen NPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Udo Voigt: „Reihe 7, Platz 88“ (SZ Magazin, München).

Für das mit 6.000 Euro dotierte Thema des Jahres 2016 „Flüchtlinge“ wählte die Jury: Nicole Bastian und Jens Münchrath für beider Sonderbeilage im „Handelsblatt“ (Düsseldorf) mit dem Titel „Wer seid ihr?“. Zu Wort kommen darin Flüchtlinge aus aller Herren Länder mit ihren Erlebnissen, Ängsten, Wünschen und Träumen.

Preisverleihung fand am 07.09.2016 im Umspannwerk-Berlin-Kreuzberg statt .

Der Präsident des Deutschen Bundestags Prof. Dr. Norbert Lammert sprach in seiner Rede unter anderem über das Image von Politikern und Journalisten das es durchaus Berufszweige gibt die in der Allgemeinheit besser angesehen werden.

Die Gewinner wurden von folgender Jury gewählt : Nikolaus Blome (Stellvertretender Chefredakteur Politik und Wirtschaft „Bild“ und bild.de, Berlin), Wolfgang Büscher (Autor „Die Welt“, Berlin), Dr. Markus Günther (Autor, „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“), Peter Stefan Herbst (Chefredakteur „Saarbrücker Zeitung“, Vorsitz), Christian Lindner (Chefredakteur „Rhein-Zeitung“, Koblenz), Lorenz Maroldt, (Chefredakteur „Der Tagesspiegel“, Berlin), Professor Bernd Mathieu (Chefredakteur „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“), Annette Ramelsberger (Gerichtsreporterin „Süddeutsche Zeitung“, München) und Cordula von Wysocki (Mitglied Chefredaktion „Kölnische Rundschau“).

In einer dreibändigen Edition hat der Berliner Pressehistoriker Bernd Sösemann die gesammelten Werke Theodor-Wolffs herausgegeben, um die Texte einer breiten Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Eine Biografie Theodor-Wolffs schließt die Edition ab.

http://www.bdzv.de/twp/theodor-wolff/literatur/theodor-wolff-edition/

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