Deutsches Pressemuseum – Presseball Partner

Deutsches Pressemuseum – Presseball Partner

Der Presseball Berlin freut sich einen neuen Partner vorzustellen: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

Das Deutsche Pressemuseum im Ullsteinhause.V. beschreibt die Entwicklungslinien und Strukturen von nationaler Presse und Pressefreiheit – von der Kaiserzeit bis zur parlamentarischen Demokratie der Gegenwart. Gerade deshalb ist diese Partnerschaft so wichtig, da auch der Presseball Berlin im Zeichen der Pressefreiheit steht. Als zentrales Ziel stellt das Deutsche Pressemuseum die Rolle und den Wert von Journalismus ins Zentrum. Durch die Entwicklung des Internets befindet sich die Medienlandschaft in ihrer tiefgreifendsten Umwälzung seit Erfindung des Buchdrucks. Das Deutsche Pressemuseum will diese Strukturkrise von Print- und Online-Journalismus begleiten und Forum sein für diesen Prozess – basierend auf dem vierhundertjährigen Fundus der bisherigen Pressegeschichte.

Die erste Sammlung

Mit Hilfe dieses Museumsprojektes konnte diese wertvolle „Kiosk“- Sammlung bislang in Berlin gehalten werden! Die Sammlung des berühmten Fotografen Robert Lebeck (1928-2014), der in Tempelhof aufgewachsen ist, soll noch 2016 als Ausstellung im Ullsteinhausgezeigt werden.

„Kiosk“ ist die einmalige Dokumentation der Geschichte der Fotoreportage. Die Sammlung ist ein nationales Kulturgut und umfasst über 30.000 Exponate, darunter Erstausgaben und Unikate von Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen von 1839 bis 1973 – vom ersten Druck eines Fotos in einer Zeitung bis zur letzten Ausgabe des legendären „Life“- Magazine. Robert Lebeck erhielt 2002 dafür den renommierten Infinty Award des International Center ofPhotography (ICP) in New York.

Forschungsstelle

Eine weitere Säule ist der Aufbau einer ebenfalls im Ullsteinhaus angesiedelten Forschungsstelle zur Geschichte der deutschen Presse und von Verlagsunternehmen. Neben der wissenschaftlichen Erschließung der „Kiosk“-Sammlung von Robert Lebeck – eine einmalige Dokumentation der Geschichte der Fotoreportage – sollen die Schwerpunkte u.a. in der Historie des Ullstein-Verlags und der neuzeitlichen Berliner Zeitungsgeschichte liegen.

Ullsteinhaus als Museumsort

Das Ullsteinhaus in Tempelhof, einst Europas größtes und modernstes Verlagshaus, wäre ein genius loci für ein Deutsches Pressemuseum.

Es ist ein historisch-authentischer Ort, an dem sich Form und Inhalt für ein solches Museumsprojekt ideal ergänzen. Das 1926 fertig gestellte Gebäude ist eine Ikone moderner Industrie-Architektur und ein Wahrzeichen der deutschen Pressegeschichte. Hier verdichten sich exemplarisch Höhen und Tiefen deutscher Pressegeschichte.

Das Ullsteinhaus ist als Ort prädestiniert für ein Deutsches Pressemuseum – hier ergänzen sich Form und Inhalt in idealer Weise zu einem authentischen Ort, an dem sich Höhe- und Tiefpunkte deutscher Pressegeschichte in exemplarischer Weise verdichten.

Der markante Backsteinbau diente dem Ullstein Verlag als Druckhaus für den Zeitschriften- und Buchverlag.  Ullstein schrieb seit seiner Gründung 1877 deutsche Pressegeschichte und war bis zur Zwangsenteignung 1934 durch das NS-Regime größter deutscher Verlag und der weltweit erste Medienkonzern.  Auch Hermann Ullstein (1875-1943), einer der berühmten fünf Ullsteinbrüder, ist eine von zahlreichen Legenden des Berliner Presseballs.

In seinem Buch Das Haus Ullstein (Ullsteinbuchverlage 2013, im Original: The Riseand Fall of the House of Ullstein, New York 1943) beschreibt er eindringlich die Situation, wie am 29. Januar 1933, auf dem Berliner Presseball, die Nachricht, dass Hitler von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt worden ist, wie ein Blitz einschlägt. Er weiß, was das bedeutet: das Ende für seine Familie und für Ullstein – in Deutschland. 1934 wird der bis dahin größte Verlag Europas vom NS-Regime zwangsenteignet. Nach 1945 steigt das Ullsteinhaus wie Phoenix aus der Asche:Hier findet der Neubeginn der Westberliner Presse statt. Fünf von sieben Westberliner Tageszeitungen werden hier gedruckt, darunter „Der Tagesspiegel“.

1952 erfolgt die Rückgabe des Verlages an die Ullsteinfamilie und bekannte Ullsteinmedien, wie die „Berliner Morgenpost“ und „B.Z.“ erscheinen wieder. Bis zur Übernahme durchden Springer–Verlag 1959 ist Ullstein wieder Herr im eigenen Verlagshaus.

Auch solche Wendepunkte deutscher Pressegeschichte will das Deutsche Pressemuseum aufarbeiten und thematisieren.

Wir freuen uns von Herzen, einen so wichtigen Partner, wie das Deutsche Pressemuseum, welches die nationale Pressegeschichte spiegelt und darstellt, in die Familie des Presseball Berlin aufnehmen zu dürfen.

Für weitere Informationen über das Deutsche Pressemuseum klicken Sie auf diesen Link: http://www.dpmu.de/Pressemuseum/Willkommen.html

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